SERVICE

Wild­tier­fund

Bei einem Wild­tier­fund gilt vor allem: erst prü­fen, dann han­deln! Ins­be­son­de­re Jung­tie­re wir­ken oft hilf­los, sind aber nicht ver­las­sen. Das Vor­ge­hen ist stets mit Sach­ver­stän­di­gen für Arten­schutz sowie geeig­ne­ten Fach­stel­len oder Auf­fang­sta­tio­nen abzu­stim­men.

Hilfs­be­dürf­ti­ge Tie­re (z.B. auf­grund einer Ver­let­zung) soll­ten mög­lichst behut­sam mit einem Tuch oder mit Hand­schu­hen gebor­gen wer­den. Dies dient dazu, die Hän­de vor Ver­let­zun­gen zu schüt­zen sowie die (Jung-)Tiere vor dem Geruch mensch­li­cher Hän­de.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und geziel­te Hand­lungs­emp­feh­lun­gen gibt es wei­ter unten
und in der
Wild­tier-SOS-App.

Fle­der­mäu­se

  • Fle­der­mäu­se stel­len sich manch­mal tot, um Fress­fein­den zu ent­ge­hen. Die­ser Zustand kann bis zu 10 Min anhal­ten, in Ein­zel­fäl­len auch län­ger.
  • Fle­der­mäu­se kön­nen u.a. Toll­wut über­tra­gen.
  • Gestürz­te Fle­der­mäu­se nicht in den Baum zurück­set­zen, son­dern im Kar­ton ber­gen, da Ver­let­zun­gen nicht aus­ge­schlos­sen wer­den kön­nen.

Ber­gung:

  • Tie­re mit einem Tuch, etwas Küchen­pa­pier o. ä. zum Fest­kral­len in einen Kar­ton o.ä. legen. Sehr gut ver­schlie­ßen und anschlie­ßend nicht wie­der öff­nen!
  • Im Win­ter soll­ten die Tie­re bei mög­lichst 5 – 10 °C, im Som­mer bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur bis zur Über­ga­be an eine Auf­nah­me­sta­ti­on unter­ge­bracht wer­den.

Ande­re Säu­ge­tie­re, wie Eich­hörn­chen, Bilche oder Mar­der

  • Tie­re nicht am Schwanz fest­hal­ten, wenn mög­lich im Nacken.
  • Ein Wurf hat i.d.R. bis zu sechs Jun­ge.

Ber­gung:

  • Tie­re mit einem wei­chen Gegen­stand (Hand­tuch, Küchen­pa­pier, Hand­schuh o.ä. zum Fest­kral­len) in einen Kar­ton o.ä. legen. Sehr gut ver­schlie­ßen und anschlie­ßend nicht wie­der öff­nen!
  • Bei Jung­tie­ren wenn mög­lich eine Wär­me­quel­le mit Kör­per­tem­pe­ra­tur dazu legen (Wärm­fla­sche, Plas­tik­fla­sche mit war­mem Was­ser, o.ä.).
  • Wär­me­quel­le so plat­zie­ren, dass das Tier bei zu viel Wär­me aus­wei­chen kann, um Über­hit­zung zu ver­mei­den. Auf­pas­sen, dass die Wär­me­quel­le beim Trans­port das Tier nicht ver­let­zen kann.
  • Wenn kei­ne Wär­me­quel­le vor­han­den ist, den Kar­ton umge­hend an eine Auf­nah­me­sta­ti­on über­ge­ben. Die Tie­re dür­fen nicht unter­küh­len.

    Vögel, Küken

    Ber­gung:

    • Tier/e mit einem wei­chen Gegen­stand (Hand­tuch, Küchen­pa­pier, Nes­ter­satz aus auf­ge­roll­ter Socke o.ä.) in einen Kar­ton legen und gut ver­schlie­ßen.
    • Bei Jung­tie­ren wenn mög­lich eine Wär­me­quel­le mit Kör­per­tem­pe­ra­tur dazu legen (Wärm­fla­sche, Plas­tik­fla­sche mit war­mem Was­ser, o.ä.).
    • Wär­me­quel­le so plat­zie­ren, dass das Tier bei zu viel Wär­me aus­wei­chen kann, um Über­hit­zung zu ver­mei­den. Auf­pas­sen, dass die Wär­me­quel­le beim Trans­port das Tier nicht ver­let­zen kann.
    • Wenn kei­ne Wär­me­quel­le vor­han­den ist, den Kar­ton umge­hend an eine Auf­nah­me­sta­ti­on über­ge­ben. Die Tie­re dür­fen nicht unter­küh­len.